Du willst, dass Politik dich und deine Zukunft ernst nimmt? Dann schau dir an, was hinter der Jugendstrategie steckt!
Warum eine Jugendstrategie?
Parallel zur EU-Jugendstrategie wurde 2019 die Jugendstrategie der Bundesregierung beschlossen. Sie richtet sich an alle jungen Menschen zwischen 12 und 27 Jahren – und setzt sich für ihre Interessen und Anliegen ein.
Jugendliche und junge Erwachsene sind Teil der Gesellschaft und das sollte sich auch in der Politik der Bundesregierung widerspiegeln. Themen wie Mobilität oder Mietpreise betreffen die junge Generation direkt und dabei oft anders als andere Altersgruppen. Deshalb ist es wichtig, Jugend verstärkt in den Blick zu nehmen und ihre Bedürfnisse mitzudenken.
Aber bei der Jugendstrategie geht es nicht nur darum, eine jugendgerechtere Politik für Jugendliche und junge Erwachsenen zu machen, sondern auch, sie als aktive Mitgestalterinnen und Mitgestalter einzubeziehen.
Junge Menschen sollen mitreden und mitentscheiden können. Das Motto der Jugendstrategie lautet deshalb: „Jugend beteiligen, Jugend sichtbar machen und gemeinsam Verantwortung übernehmen. Für eine Politik für, mit und von Jugend.“
In Deutschland leben 14 Millionen Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 27 Jahren. Das sind 17 % der Gesamtbevölkerung.
Hier geht’s zum Erklärfilm!
Wo wirkt die Jugendstrategie?
Die Jugendstrategie ist in neun Handlungsfelder oder auch Themenbereiche unterteilt, die für junge Menschen relevant sind und wichtige Aspekte ihres Lebens betreffen. Diese Handlungsfelder sollen dazu beitragen, konkrete Ziele und Maßnahmen zu entwickeln, die die Lebensbedingungen und Perspektiven der jungen Generation verbessern.
Mehr Infos zu den Handlungsfeldern findest du in der Broschüre der Jugendstrategie!
Mit Konferenzen, Workshops, Projekten und vielem mehr wird die Jugendstrategie zum Leben erweckt. Seit sie 2019 im Kabinett beschlossen wurde, kommen immer wieder neue Maßnahmen dazu.
Hast du schon einmal von der BundesJugendKonferenz oder den JugendPolitikTagen gehört?
Entdeckt spannende Themen und Veranstaltungen rund um jugendliche Politik. Ein Blick in unsere Linksammlung lohnt sich!
Beteiligung junger Menschen: seit 2019 bis in die Zukunft
Junge Menschen sind Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebenswelt. Deshalb kann eine Jugendstrategie nur dann gelingen, wenn sie wirksam beteiligt werden.
Junge Menschen haben sich nicht nur bei der Entwicklung der Jugendstrategie eingebracht, sondern arbeiten auch weiterhin eng mit der Politik an jugendrelevanten Themen zusammen. Ziel ist eine echte, sichtbare und wirkungsvolle Beteiligung – keine bloße Symbolik, sondern echte Mitbestimmung bei der Gestaltung „ihrer“ Jugendstrategie.
- Von März bis Mai 2019 wurden junge Menschen in Audits zu unterschiedlichen Themen gefragt, welche Aspekte ihnen wichtig sind. In Workshops erarbeiteten junge Menschen Impulse, die sie anschließend den Vertreterinnen und Vertretern der Ministerien präsentierten.
- Bei den JugendPolitikTagen im Mai 2019 haben Jugendliche und junge Erwachsene Empfehlungen für die Handlungsfelder der Jugendstrategie und mögliche Maßnahmen erarbeitet.
- Am 3. Dezember 2019 wurde die Jugendstrategie der Bundesregierung im Kabinett beschlossen und anschließend im Bundeskanzleramt präsentiert. Dabei tauschten sich die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und die ehemalige Bundesjugendministerin Franziska Giffey gemeinsam mit jungen Menschen zu ihren wichtigen Themen aus.
Bei den JugendPolitikTagen und der BundesJugendKonferenz können sich Jugendliche und junge Erwachsene weiterhin aktiv einbringen. Beide Formate finden abwechselnd alle zwei Jahre statt. Sie sind ein zentrales Beteiligungsformat im Rahmen der Jugendstrategie, um den Dialog zwischen Jugend und Politik zu ermöglichen und die jugendpolitische Sensibilisierung von Politik und Verwaltung weiter voranzutreiben.
Jugendpolitik geht nur gemeinsam
Politik für junge Menschen ist ein zentrales Thema des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Aber: Eine gute Jugendpolitik kann nicht alleine gemacht werden.
Das BMBFSFJ hat – nach seiner eigenen Jugendstrategie im Jahr 2017 – zusammen mit den anderen Ministerien der Bundesregierung und parallel zur EU-Jugendstrategie eine gemeinsame Jugendstrategie auf den Weg gebracht.
Junge Menschen sind von vielen politischen Entscheidungen betroffen – sei es bei der Bildung, Arbeit oder Umweltpolitik. Deshalb ist es wichtig, dass alle Bundesministerien an der Gestaltung der Jugendstrategie beteiligt sind. In der Interministeriellen Arbeitsgruppe Jugend (IMA) sitzen Vertreterinnen und Vertreter aller Bundesministerien sowie Beauftragte der Bundesregierung regelmäßig zusammen, um sich über jugendrelevante Themen auszutauschen und gemeinsam Maßnahmen zu erarbeiten und zu koordinieren.
Mehr erfahren? Hier geht es zur Website der Jugendstrategie des Bundesjugendministeriums
Du willst auch aktiv werden?
Dann mach mit bei der Jugendstrategie! Kontaktiere uns oder sei bei der nächsten Veranstaltung dabei.
