Uhrzeit: 09:30 bis 16 Uhr
Ort: GLS Campus Berlin
Veranstaltet von: Kompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg / Bundesstiftung Gleichstellung
Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie berührenden Angelegenheiten ist nicht nur in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben, sondern hat in den vergangenen Jahren auch Eingang in die Kommunalordnungen verschiedener Bundesländer gefunden. Zur Interessensvertretung durch Jugendringe und Jugendverbände sind weitere Formen und Formate der Kinder- und Jugendbeteiligung hinzugekommen, z.B. Jugendparlamente, Jugendbeiräte und Jugendforen, aber auch projektbezogene Beteiligung, z. B. an stadtplanerischen Vorhaben. Der Wunsch nach mehr Beteiligung wirkt auch auf Länder- und Bundesebene, nicht zuletzt durch neue Organisationen und Jugendbewegungen wie Fridays for Future.
Zur Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutschland und den einzelnen Bundesländern gibt es bereits Analysen, Studien und Handlungsempfehlungen für Städte, Gemeinden und Landkreise. Auch die Lebenswelten von Mädchen* und ihre Bedürfnisse wurden vielfach mit unterschiedlichen Forschungsdesigns untersucht. Hingegen liegen weniger Erkenntnisse und Methoden über die Beteiligung von Mädchen* und jungen Frauen* in den skizzierten Strukturen vor.
Die Perspektiven von Mädchen* und jungen Frauen* – so die Rückmeldungen aus der Praxis der Jugend-, aber auch der Gleichstellungsarbeit – scheinen sich von denen von Jungen* und jungen Männern* zu unterscheiden, beispielsweise bezüglich der Gestaltung des öffentlichen Raumes. Doch woran liegt das? Sind es die Zugänge zu Beteiligungsstrukturen? Sind es die Strukturen an sich – oder gar die politische Praxis, die sie hemmen oder abschrecken? Oder sind es tatsächlich die kommunalen Themen, die nicht den Nerv der Mädchen* und jungen Frauen* treffen? Und welche Verbindungslinien gibt es zwischen der Einbindung von Mädchen* im Zuge von Jugendbeteiligung, der Arbeit von Gleichstellungsbeauftragten und der parteilichen Mädchen*arbeit als Handlungsfeld der Jugendarbeit?
Wir wollen diese Fragen diskutieren und freuen uns sehr, Sie und euch zum ersten bundesweiten Fachtag Mädchenbeteiligung einladen zu dürfen!
Die Veransstaltunt findet am 6. Juni 2023 als Kooperationsveranstaltung des Kompetenzzentrums Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg und der Bundesstiftung Gleichstellung stattfinden wird.
Von 10 bis 16 Uhr bieten wir Ihnen/euch in den Räumlichkeiten des GLS Campus Berlin ein abwechslungsreiches Programm.
Die Impulsvorträge, Diskussionsrunden und Workshops richten sich ebenso an Menschen aus der Jugendbeteiligung, der Jugendarbeit oder der Mädchenarbeit wie an Praktikerinnen und Multiplikatorinnen, an Politik und Verwaltung oder an Stadtplaner:innen und Gleichstellungsbeauftragte.
Programm (vorläufig):
- ab 9.30 Uhr: Ankommen und Check-In-Kaffee
- 10 Uhr: Beginn des Fachtags
- Grußworte von Manuela Dörnenburg (Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg), Katrin Krumrey (Kinder- und Jugendbeauftragte des Landes Brandenburg), Lisi Maier (Direktorin der Bundesstiftung Gleichstellung)
- 10.20 Uhr: Einführung ins Thema: „Partizipation aus der Sicht von Mädchen* neu denken“ (Dr. Anna Grebe und Dominik Ringler, Kompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg)
- 10.35 Uhr: Impulsvortrag: „Stadt für alle, Partizipation für alle? Mädchengerechte Ansätze aus der Theorie und Praxis“ (Dr. Mary Dellenbaugh-Losse, www.urban-policy.de)
- 11 Uhr: Impulsvortrag N.N.
- 11.25 Uhr: Umbau-Pause
- 11.40 Uhr: Podiumsdiskussion als Fishbowl mit Dr. Mary Dellenbaugh-Losse (www.urban-policy.de) Manuela Dörnenburg (Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg), Dr. Ines Pohlkamp (BAG Mädchenpolitik), Dominik Ringler (Kompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg)
- 13 Uhr: Mittagessen und Mittagspause
- 13.45 Uhr: Start in die Workshop-Phase
- 15.30 Uhr: Zusammenfassung der Ergebnisse aus den Workshops
- 16 Uhr: Ende