Die erschreckenden Ergebnisse der Jugendstudie 2024

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Ein junger Mensch hält eine Lupe in der Hand. Im Hintergrund sind weitere junge Menschen zu sehen.

Im April diesen Jahres wurde die Trendstudie „Jugend in Deutschland 2024“ veröffentlicht, welche sich mit den aktuellen Zuständen und Problemen der „Gen Z“ beschäftigt. Die Ergebnisse sind alarmierend, schockierend, aber dennoch nicht überraschend.

Die Gen Z ist…

verunsichert, unzufrieden und pessimistisch. Das ist keine Übertreibung, sondern so lesen sich die Ergebnisse der Studie. Junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren blicken pessimistischer in die Zukunft als Generationen vor ihnen. Auch steigt die mentale Belastung in der Gen Z: Fast jede:r Neunte ist wegen psychischen Störungen in Behandlung und das, obwohl die Corona-Pandemie, die jungen Leuten viel abverlangt hat, vorbei ist.

Psychische Belastungen wie Stress und Erschöpfung nehmen zu. Besonders bei Jugendlichen mit einer hohen täglichen Bildschirmzeit am Handy treten deutlich mehr psychische Probleme auf. Die Studie zeigt aber auch: Die Gen Z ist politisch interessiert! Junge Menschen wollen und können sich mit wirtschaftlichen und allgemeinpolitischen Themen beschäftigen. Besonders überraschend dürften wohl die Parteipräferenzen der 14- bis 29-Jährigen sein: Während 2022 nur 9 Prozent der Befragten zur AfD tendierten, sind es heute, 2024, 22 Prozent. Parteien wie die SPD (-2%), die FDP (-11%) und die Grünen (-9%) sind hingegen die Verlierer und verloren deutliche Prozente im Vergleich zu 2022.

Während Babyboomer immer wieder gerne behaupten, dass die Jugend zu faul zum Arbeiten sei, zeigt die Studie das exakte Gegenteil: 70 Prozent arbeiten gerne und sind bereit, gesellschaftliche Probleme anzupacken und Verantwortung in der und für die Zukunft zu übernehmen. Allerdings zu anderen Konditionen: So spielen die 4-Tage-Woche, Home-Office, flexible Arbeitszeiten und ein besseres Gehalt eine immer größere Rolle bei jungen Menschen.

Die Sorgen der jungen Menschen

Die Gen Z sorgt sich um eine Vielzahl an Themen. In der Studie erfolgt ein „Sorgen-Ranking“, welches die zentralen Probleme nach der Häufigkeit der Angaben der Studienteilnehmer:innen ordnet (die Befragten hatten mehrere Antwortmöglichkeiten). Hierbei geben 65 Prozent der Befragten die Inflation an, 60 Prozent den Krieg in Europa und Israel/Palästina und 54 Prozent teuren/knappen Wohnraum. Zum Vergleich: 2022 gaben 46 Prozent der Befragten die Inflation an. Der Klimawandel landet aktuell auf Platz 5 mit 49 Prozent. Hier ist der Wert im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent gesunken.

Fazit

Ein Fazit nach solchen Ergebnissen zu fällen ist nicht leicht. Mentale Belastungen, Inflation, Krieg und ein massiver Rechtsruck in der Gen Z – das zeigt doch: Die Jugend erleidet reale Probleme und trifft daraus basierend auch politische Entscheidungen. Während dann aber Erwachsene immer wieder und gerne behaupten, dass die Gen Z sich eher ausruhe, keine Lust auf Arbeit habe und eh nur in Social Media hänge, kann ich mir nur an den Kopf fassen.

Quellen:

https://www1.wdr.de/nachrichten/studie-jugendliche-deutschland-gen-z-afd-102.html

https://www.handelsblatt.com/karriere/arbeitsmarkt-was-die-generation-z-im-job-wirklich-reizt/29330818.html

https://www.sueddeutsche.de/politik/jugendstudie-2024-jugend-in-deutschland-rechtsruck-pessimistisch-1.6565585

23 Jahre alt, Student

Heyyo, ich bin Marwin und komme aus Berlin. Zurzeit bin ich Lehramtsstudent. Die Digitalisierung der Schulen ist für mich ein spannendes Thema, bei dem ich großen Handlungsbedarf sehe. Aber auch die Mitbestimmung von Jugendlichen liegt mir sehr am Herzen. Jugendliche sollten bei viel mehr mitentscheiden dürfen, gerade wenn es um sie geht! Aber auch viele andere Themen, wie zum Beispiel „Wählen ab 16“, sind mir wichtig (:

Marwin Klages

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